Die Altäre in den Pfyfferkapellen

Die Pfyfferkapellen bergen monumentale Altäre.

Die südlich gelegene Kapelle enthält ein grossformatiges Gemälde mit Jesus am Ölberg und den schlafenden Jüngern. In der Sockelzone zeigt ein Gemälde Lazarus, der zum Erstaunen von Martha, den Aposteln und den Umstehenden, aus dem Grab steigt. Links davon nimmt Jesus Abschied von Martha und Maria, die ihm die Füsse salbt. Er wird bald in das im Hintergrund sichtbare Jerusalem einziehen.

Die nördliche Kapelle, auch Taufkapelle genannt, ist ganz auf den Kartäuserorden ausgerichtet. Das Hauptbild des Altars ist eine Kopie des Altargemäldes in der Kartause Montreuil-sur-Mer und zeigt acht Selige oder Heilige des Ordens.

Das Predellabild in der Sockelzone erzählt die Szene, wie Chorherr Raymundus im Jahre 1082 während das Totenoffizium für ihn gelesen wurde, sich zum Erstaunen aller Gläubigen, von seinem Totenlager erhob und ausrief, er sei zum ewigen Tod verdammt. Dies ist die Szene, die den heiligen Bruno, den Stifter der Kartäuser, dazu veranlasste, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen.

Beide Altäre in den Kapellen stehen in der Tradition der Spätrenaissance. Die Art der üppigen Ornamente, die keine freie Fläche dulden, nennt man den „horror vacui“ – die Angst vor dem Leeren.

Kunsthistoriker rühmen die Kapellen wegen ihrer hohen architektonischen Qualität.