Gnadenbrünneli

Eine Besonderheit von Werthenstein ist das Gnadenbrünneli. Es befindet sich am Aufstiegsweg von der hölzernen Brücke über die kleine Emme zur Kirche.

Von den Franziskanermönchen wurde die Quelle 1649 als mystischer Brunnen der Gnade gedeutet. Sie wurde 1638 entdeckt und um 1952 zu einer kleinen Kultstätte ausgestaltet. In der Felsnische ist eine von einem einheimischen, ländlichen Künstler geschnitzte, sitzende Madonnenstatue mit dem Jesuskind. Es ist die Kopie der Figur aus dem 17. Jahrhundert, die aus der Hunkelenkapelle in Ruswil stammt. Der Brunnen hat ein dekoratives Becken. Daneben sind Sitzbänke angebracht und die Möglichkeit mitgebrachte Kerzen anzuzünden wird heute noch rege benutzt.

Die Quelle wird als  „Gnadenbrünnlein Unserer Lieben Frau von Werthenstein“ bezeichnet. Das Wasser soll eine grosse Heilkraft haben, besonders gegen Augenleiden und schwer heilbare Wunden. Es wird aber auch bei allerlei anderen Körperbeschwerden innerlich und äusserlich angewandt. Viele Besucher füllen das Wasser in Flaschen ab und nehmen es mit nach Hause.

Auf einer Tafel neben der Quelle hängt ein Schild mit dem Text: „Die Wasserzusammensetzung ist unerklärlich. Zahlreiche Wunderzeichen sind bekannt“.