Stuckaturen/Deckengemälde

Die künstlerisch wie handwerklich gleichermassen hochwertige Stuckierung von 1773 bis 1775 ist das Werk von Martin Fröwis und Lorenz Schmid. Die in vielfachen Variationen angebrachten Stuckspiegel und Kartuschen heben sich grün vom weissen Untergrund ab und verkörpern die reife Stufe der Stilrichtung Rokoko. Auch wenn naturalistisches Blumengehänge und die gerade durchgezogenen Gesimse die Wende zum Klassizismus vorwegzunehmen scheinen, steht der Stuckdekor von Beromünster noch ganz in der Tradition barocker Festlichkeit. Auffallend ist, wie häufig sich der Stuck vom Untergrund löst, um eine eigenständigen vollplastischen Ausdruck zu übernehmen (deutlich in der Kuppel, wo die Umrahmung der Uhr mit allegorischen Zutaten von stark plastischer Wirkung  ist, oder auch in den Fensterbekrönungen im Langhaus).

In engem Verband zum Stuckdekor stehen die beiden 1774 von Josef Ignaz Weiss gemalten Deckengemälde, die im Langhaus Mariä Himmelfahrt und in der Kuppel die Marienkrönung durch die Hl. Dreifaltigkeit darstellt. Der figurenreiche Stil von Ignaz Weiss steht in Komposition und Farbe in der Tradition der süddeutschen Barockmalerei, die trotz perspektivischer Verkürzungen und transparenten Kolorits weniger raumillusionistisch und stärker tafelbildhaft konzipiert sind.